Hamm

Die westfälische Großstadt Hamm hat über 180.000 Einwohner. Im Jahr 1226 wurde Hamm als Planstadt von Adolf I. von der Mark errichtet. Bis 1461 war sie Residenzstadt und Gerichtssitz. Ab 1459 fungierte die Hansestadt als Zentralort der märkischen Hanse. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde Hamm von Pest und Kriegsverwüstungen schwer getroffen. Ab 1609 gehörte die Stadt zum Kurfürstentum Brandenburg und ab 1701 zu Preußen. Spätestens im Jahr 1847 begann mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz das Zeitalter der Industrialisierung.

Die Wirtschaft der Stadt wird von der Stahlindustrie (Böhler/ Voestalpine) und dem Bergbau geprägt. Der Abbau von Steinkohle wurde allerdings im Jahr 2011 beendet. Im Zuge des Strukturwandels der Wirtschaft siedelten sich in der westfälischen Großstadt Automobilzulieferer (Hella) sowie Unternehmen aus der Chemieindustrie (DuPont) an. Aufgrund der guten Verkehrsanbindung und der zentralen Lage im östlichen Ruhrgebiet hat sich Hamm auch zu einem logistischen Mittelpunkt entwickelt.
Hamm
Zu den bedeutenden Einrichtungen im Bereich der Kultur zählen die Westfälischen Freilichtspiele, das im Kulturbahnhof beheimatete Helios-Theater, die Waldbühne Heessen sowie das Theater des Kurhauses Bad Hamm. Die 1940 eröffnete Musikschule gehört zu den traditionsreichsten in ganz Deutschland, die zur Entwicklung bekannter Chöre der Stadt beigetragen hat. Das Kunst- und Heimatmuseum Gustav Lübcke wurde im 19. Jahrhundert eröffnet. Wechselausstellungen regionaler Künstler zeigt die Stadthaus-Galerie. Der bedeutendste Sakralbau der Stadt ist die Pauluskirche, die im Jahr 1337 eingeweiht wurde.
 
In der Freizeit können verschiedenste Einzelveranstaltungen besucht werden, zu denen das Musikfestival „Hammer Summer“, die während des Sommers stattfindende Konzertreihe „KlassikSommer“ und das im Maximilianspark durchgeführte Festival del Mar gehören. Auch der jährliche Mittelaltermarkt und das „Mittelalterliche Phantasie Spectaculum“ tragen zu einer Bereicherung der Freizeit bei. Viele Sportarten können in der Stadt betrieben werden: Die Bandbreite reicht von Fußball, Handball und Wasserball bis zum Roll- und Eishockey.